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Seniorenheim Trebur

Beim Sommerfest zaubern gute Feen und illustre Gäste eine märchenhafte Atmosphäre

Mit mystischen Klängen: Dudelsackspieler Dirk Neumann beim Sommerfest im Märchenwald des Treburer Seniorenheims.


Sylvia Roth und Monika Zentgraf vom Sozialdienst waren die gute Feen. Die vielen mitwirkenden Kinder wirkten so putzig wie Schneewittchens sieben Zwerge. Hinzu gesellten sich mystische Musiker wie Dudelsackspieler Dirk Neumann (Foto oben) und nimmermüde Tänzer. So gelang es, mit zahlreichen Helfern aus den eigenen Reihen und vielen Gästen, das Treburer Seniorenheim beim Sommerfest in einen Märchenwald zu verwandeln.

Allerdings hielt sich die Mystik in Grenzen. Böse Hexen und Kobolde, die ihren Schabernack trieben, waren aus dem Märchenwald verbannt. Vielmehr nutzten alle Beteiligten das Motto, um die Betreuungseinrichtung in der Eichenstraße von Michael Adrian im besten Licht erscheinen zu lassen.

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Heimbewohner, Angehörige und auch etliche Gäste, darunter der Bürgermeister, erlebten ein abwechslungsreiches Programm, das an sich schon märchenhaft erschien. Mancher Verein wäre froh, könnte er so viele Mitwirkende aus dem Hut zaubern, wenn es in den eigenen Reihen etwas zu feiern gibt. Keine Frage: Die guten Feen hatten bei der Vorbereitung ganze Arbeit geleistet.

Zum Beispiel führten die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte „Tannenweg“ einen Hexentanz auf. Die Kleinen wirkten mit ihren Besen so quirlig, dass jeder Gedanke an Hänsel und Gretels schlimme Zeit ad absurdum erschien. Munter wirbelten sie über das Pflaster, und die die Heimbewohner spendeten starken Applaus. Gleich darauf waren auch die Löschzwerge der Treburer Feuerwehr zu sehen, die szenenhaft vorführten, wie selbst schon die Kleinsten in Trebur mit dem Brandschutz vertraut gemacht werden.

Sozialdienstleiterin Sylvia Roth und Kollegin Monika Zentgraf konnten gleich einen weiteren Höhepunkt ankündigen, der – wie die Löschzwerge – ein bisschen aus dem Rahmen des Mottos fiel, aber dennoch bestens zum Veranstaltungstag passte: Die Kindergruppe „Mini S“ der Rüsselsheimer Siedlergemeinschaft zeigte wenige Stunden vor einem Spiel der deutschen Fußballer in Südafrika einen furiosen WM-Tanz.

Hitzig war es im Märchenwald der Senioren also schon vom Hingucken. Da half zur Abkühlung ein „Zaubertrank“, ein Saft aus den Früchten von Kirschen und Bananen, liebevoll von den Bediensteten frisch ausgepresst und kühl serviert. Überhaupt waren Michael Adrians Mitarbeiter an allen Ecken und Enden anzutreffen. Und der Chef selbst ließ es sich wie ein gutmütiger Märchenkönig nicht nehmen, stapelweise leckere Waffeln zuzubereiten.

Besucher und Heimbewohner erlebten im Märchenwald noch viele wundersame Dinge. Etwa die Sitztanzgruppe unter Leitung von Katrin Boschenrieder oder den Hauschor, den Wilma Becker und Monika Zentgraf leiten. Nicht wenige staunten, von welchem Jungbrunnen die Seniorinnen und Senioren scheinbar gekostet hatten, als sie sich mit ihren Tanz- und Gesangsbeiträgen ins Zeug legten.

Wie aus einem fremden Märchenwald erschien Dirk Neumann – im Kilt und mit dem typisch gleichförmigen Spiel auf dem Dudelsack verlieh er dem Sommerfest etwas Sagenumwobenes. Eher der Neuzeit angepasst waren später die Gesangsbeiträge der Gruppe „Romasi“, die unter Führung von Rosi Knobbe die Veranstaltungen im Seniorenheim ebenso schon seit vielen Jahren bereichern wie die Stepptänzer „Tapperware“ unter Leitung von Jürgen Petter. Mit Udo Knab als Dirigenten trugen schließlich auch die Astheimer Schwarzbachlerchen zum Gelingen bei, während Musikus Reiner Nies mit seinem Spiel am Keyboard ohnehin den Nachmittag umrahmte.

In den Nischen und Ecken des Märchenwaldes, der mit der selbst gebastelten Dekoration aus dem Kindergarten Tannenweg verziert worden war, gab es Besonderheiten zu bestaunen, etwa die Vorführungen von Else Malter am Spinnrad oder Ulrike Böhm als Spitzenklöpplerin. Und wie ein märchenhafter Schatz dürfte allen Besuchern der Tisch mit den unzähligen Tombolapreisen vorgekommen sein, der nicht minder umlagert war wie die Kuchentheke oder der Grillstand.

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