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Seniorenhaus Nauheim

Nach menschlichem Ermessen ist im Seniorenhaus alles sicher


Sicherheit geht vor, auch und gerade in einem Alten- und Pflegeheim wie in Nauheim, Bischofsheim und Trebur. Kürzlich hat die Nauheimer Feuerwehr im Seniorenhaus den Ernstfall geprobt. Als Statisten dienten Mitglieder von Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz, also nicht die Heimbewohner. Die Übung gibt Aufschluss über die Vorkehrungen.

„Das Alten- und Pflegeheim in der Konrad-Adenauer-Allee ist vorschriftsmäßig ausgestattet, um bei einem Brand das Schlimmste zu verhindern“, sagt Heimleiter Marcus Schima. Im Notfall werde still alarmiert, damit Menschen nicht in Panik geraten. Mit der Feuerwehr gebe es fortlaufende Absprachen und Schulungen.

Das Gebäude habe drei Ausgänge und zwei Nottreppenhäuser. Brandmelder seien überall in den Fluren und Zimmern installiert. Bei einem Brand treffe das Signal bei der Feuerwehr und im Heimbüro ein. Sirenen schallten keine, um niemand noch mehr zu verängstigen.

Gebrannt habe es in dem 1987 errichteten Haus noch nie. Fehlalarme seien aber schon vorgekommen, berichtet Schima. Am Donnerstag bei der Übung war der Heimleiter selbst gespannt, ob die Technik korrekt funktioniert. Als der Alarm wegen des künstlich erzeugten Qualms prompt ausgelöst wurde, wirkte er erleichtert.

Das Gebäude habe drei Brandabschnitte. Im Ernstfall schlössen Brandtüren, so dass sich ein Feuer möglichst nicht ausbreite. Heimangestellte müssten individuell entscheiden, was sie in den ersten Minuten selbst unternähmen, um Menschen zu retten. Grundsätzlich sollten die Leute aus dem haus gebracht werden.

Falls vertretbar, blieben Bettlägerige auch in ihren Zimmern, die dann mit feuchten Tüchern vor den Türen vor Rauch geschützt werden. Die Evakuierung obliege dann der Feuerwehr.

Bei voller Belegung leben in dem Alten- und Pflegeheim 116 Menschen. 130 Mitarbeiter kümmern sich um sie. Fluchtwegepläne hingen an vielen Stellen im Gebäude.

Die meisten seien für den Notfall geschult worden, versicherte Schima. Zurzeit wohnten im Seniorenheim 53 Menschen mit Demenz und 25 Personen, die nur noch im Bett liegen könnten.

Gemeindebrandinspektor Walter Kühnl begrüßt die Bereitschaft der privat betriebenen Einrichtung, sich mit der Feuerwehr für den Ernstfall vorzubereiten.

Die Feuerwehr sei auf diese Kommunikation angewiesen. Dazu gehöre grundsätzlich die Ortskenntnis, aber auch aktuelle Veränderungen: „Wenn wir wissen, dass ein Gebäudetrakt renoviert wird und die Zimmer gerade leer sind, müssen wir dort bei einem Brand niemand suchen oder rausholen“, erklärt Kühnl.

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