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Trotz Schwüle und Hitze haben zahlreiche
Bischofsheimer das „Burgfest“ besucht, das vom
Seniorenpark mit einem abwechslungsreichen
Programm veranstaltet wurde. Musiker, Tänzer und
Organisatoren präsentierten sich wie im
Mittelalter,
wie zum Beispiel die "Historische Tanzgruppe"
aus Ginsheim (Foto).
Blickfänge gab es zuhauf. Da war zum Beispiel
Horst Zimmer, der schon am Nachmittag in der
Kluft eines Bischofsheimer Nachtwächters auftrat
und einem Herold gleich mit salbungsvollen
Formulierungen die Eröffnung des Sommerfestes
verkündete.
Die Dekorationen spielten ebenfalls auf
vergangene Zeiten an. Hier gab es einen
kleinen Hühnerhof zu entdecken, dort
winkte eine Marktfrau in schlichter
Kluft von anno dazumal mit ergebener
Geste, ein paar Meter weiter stand – nur
spaßeshalber, versteht sich – ein
Pranger.
Mittelalterliche Tanzgruppe aus Ginsheim
Einen reizvollen Höhepunkt lieferte die aus
Ginsheim stammende mittelalterliche Tanzgruppe
unter Leitung von Ilse Bayerl. In prachtvollen
Kostümen führten die Frauen und Männer zum
Beispiel English-Playford-Tänze auf, wofür sie
starken Beifall der vielen Besucher erhielten.
Vor der mächtigen Kontur des Seniorenparks mit
den vielen Türmchen und Erkern wirkten die
Darbietungen besonders beeindruckend.
„Eigentlich erinnert unser Haus ein bisschen an
eine Burg, daher auch das Motto“, erklärte Heike
Wegscheider, bei der organisatorisch für das
Sommerfest die Fäden zusammen liefen. Von den
Betreuungsgruppen des Sozialdienstes über die
Mitarbeiter in der Küche bis zum Pflegepersonal
seien nahezu alle Beschäftigten des
Seniorenparks beim „Burgfest“ beteiligt gewesen,
sagte sie. Viele Frauen aus den
Beschäftigungsgruppen trugen denn auch eine an
vergangene Zeiten angepasste Kluft.
Landrat Will zu Besuch Damit
auch die Besucher, unter denen der neue Landrat
Thomas Will weilte, am Nachmittag auf ihre
Kosten kamen, hatte Heike Wegscheider weitere
Darsteller eingeladen. Unter anderem sorgte das
Trio von Siggi Nachtmann, Werner Propp und Buddy
Becker für Unterhaltung. Die Combo lud zu einer
musikalischen Zeitreise ein, die freilich nicht
im Mittelalter begann, aber mit den Gassenhauern
des frühen 20. Jahrhunderts für den einen oder
anderen Ohrwurm sorgte. Das gefiel
offensichtlich den älteren Besuchern und
Heimbewohnern, die sich gerne an die Musik ihrer
Jugend erinnerten und sogar ein bisschen
mitsangen.
Auch die jüngeren Darsteller, die Rope Skipper
und Tänzer des Bischofsheimer Turnvereins,
stellten sich auf das Motto ein. Als Räuber und
als Hexen präsentierten sich die Kinder im Alter
von neun bis zwölf Jahren. Dicht umlagert war
stets auch der Stand der Generationenhilfe
Mainspitze, die das „Burgfest“ nutzte, um für
sich und ihre Ziele zu werben.
Gemeinsam gebastelt
Beschäftigte des Seniorenparks und Heimbewohner
haben sich bereits vor einigen Wochen auf die
Veranstaltung vorbereitet. „Wir haben gemeinsam
gebastelt, zum Beispiel für den Kreativstand“,
berichtete Wegscheider. Dort wurden Handarbeiten
und Bastelsachen zu günstigen Preisen angeboten.
Einnahmen verwendet der Seniorenpark wieder für
die Betreuungsgruppen.
Trotz der Anspielungen und Reminiszenzen an
einst:
An der Neuzeit konnten und wollten die
Organisatoren nicht vorbei schauen. Um sich vor
den Hitze besser zu schützen, trugen die
Heimbewohner Strohhüte mit Banderolen in den
Deutschlandfarben – „eine Anspielung auf die
Weltmeisterschaft“, wie Heike Wegscheider
betonte. Auch der Kreativstand war mit
Strickwaren in Schwarz-Rot-Gold bestückt. Die
Speisen waren gleichsam auf die Gegenwart
abgestimmt: Das „Burg-Gelage“ bestand aus
Kaffee, Kuchen und Gegrilltem.
"Burgherr" Heike Böttcher Viel zu
tun während des Festes hatte Heimleiter Heiko
Böttcher. Nicht nur, dass der „Burgherr“ für
viele ein gesuchter Ansprechpartner war, er
packte auch am Getränkestand unermüdlich an.
Er und
Heike Wegscheider bedankten sich bei Sponsoren
und Gönnern, die die Veranstaltung
unterstützten, darunter die Firma Opel, die
Geschäfte der Ladengalerie am Wingertspfad,
viele Gewerbetreibende, die unter anderem für
die große Tombola gespendet hatten, und Freunde
des Seniorenparks, darunter die Frauen des
Hundebesuchsdienstes, Edelgard Rabe und Dieter
Press.
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